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21.06.2018, 10:24 Uhr

Wohnraum gesucht und Pflegedienst geplant

CDU-Abgeordnete informieren sich über Pläne des Sozialwerks St. Georg

In Ascheberg gehören sie zum Gemeindebild dazu: Rund 125 Menschen mit psychischen Erkrankungen leben dort in Wohneinheiten des Sozialwerks St. Georg, im ganzen Kreis Coesfeld sind es 180. „Wir möchten diesen Menschen ein gutes Leben nach ihren Ansprüchen ermöglichen“, erläuterte Dieter Kornmann, Geschäftsführer im Bereich Westfalen-Nord, das Anliegen des Sozialwerks.

Regionalleiter Johannes-Wilhelm Feller (3.v.r.) führte die Abgeordneten Marc Henrichmann (3.v.l.) und Dietmar Panske (Mitte) sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh (l.), den CDU-Fraktionsvorsitzenden Ludger Wobbe (r.), Geschäftsführe

Über die damit verbundenen Herausforderungen wie das neue Bundesteilhabegesetz sowie die schwierige Suche nach Pflegekräften und nach bezahlbarem Wohnraum sprach er jetzt mit dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann und dem Landtagsmitglied Dietmar Panske.

Begleitet wurden die beiden CDU-Politiker von der stellvertretenden Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh und dem Ascheberger CDU-Fraktionsvorsitzenden Ludger Wobbe. Johannes-Wilhelm Feller, Regionalleiter des Sozialwerks St. Georg, und Geschäftsführer Kornmann stellten den Besuchern ihre Einrichtung näher vor.

Neben den 180 Menschen mit psychischer Erkrankung, einer geistigen Behinderung oder einer Suchterkrankung, die in Wohneinheiten leben, betreut das Werk im Kreis Coesfeld rund 100 „Klienten“ ambulant. In aktuell fünf Wohneinheiten leben derzeit noch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. „Dieses Angebot läuft zum 31. August aus, denn die Situation hat sich entspannt“, berichtete er. Die fünf Betroffenen würden ambulant weiter betreut, vier von ihnen hätten bereits einen Ausbildungsplatz gefunden.

Ab 1. Juli startet das Sozialwerk einen Pflegedienst in Ascheberg. „Damit möchten wir alle Betreuungsleistungen aus einer Hand anbieten“, erläuterte Kornmann. Nicht leicht sei es aber, Pflegekräfte zu finden. Immerhin: Mit 13.000 neuen Stellen will der Bund zur Entlastung beitragen. Mit Sorge blickt der Geschäftsführer auf den Start des Bundesteilhabegesetz am 1. Januar 2020. Bis Mitte kommenden Jahres müsse der Landesrahmenvertrag stehen, mahnte er zur Eile: „Davon hängen komplexe Fragen ab, zum Beispiel wie unsere Leistungen finanziert werden“.

Thema war auch die psychotherapeutische Betreuung im ländlichen Raum. „Schnelle Hilfsangebote wären wichtig, doch es fehlt an niedergelassenen Psychiatern“, stellte Kornmann fest und bestätigte einen Eindruck, den Henrichmann aus mehreren Gesprächen im Wahlkreis gewonnen hat. „Einen Termin für ein Erstgespräch zu bekommen, dauert zu lange“, stellte der Abgeordnete fest. In dieser Frage stehe er bereits im Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium.

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