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14.11.2018, 14:54 Uhr

Tage der Freien Schulen

Am 12. November 2018 besuchte Dietmar Panske MdL das Gymnasium Canisianum

An den „Tagen der Freien Schulen NRW“ öffnen zum zweiten Mal Privatschulen ihre Türen für Politikerinnen und Politiker des Landtags und laden sie ein, eine Schulstunde nach ihrer Wahl zu gestalten. Zielsetzung ist, durch den direkten Kontakt das politische Interesse der Schülerinnen und Schüler anzuregen und ihnen die Arbeit der Landtagsabgeordneten näher zu bringen. Gleichzeitig können sich Landespolitiker über die pädagogische Arbeit und die besonderen Konzepte der Privatschulen informieren.

Den offiziellen Auftakt zu den „Tagen der Freien Schulen“ machte Schulministerin Yvonne Gebauer am 31. Oktober in der Hagenschule. Dietmar Panske, MdL aus der CDU-Fraktion, stattete dem Gymnasium Canisianum am 12. November einen Besuch ab. Er stellte sich während einer Schulstunde mehr als 50 Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs in einer offenen Diskussion.

Erster Schwerpunkt der Diskussion waren Themen der Schulpolitik, für Dietmar Panske als Mitglied des Schulausschuss ein gewohntes Terrain. Die Chancen, die sich aus der Umstellung des Bildungsgangs von G 8 nach G 9 ergeben, wurden zuerst thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler beurteilten den Wechsel durchaus unterschiedlich. Für viele Schüler, die jetzt vor dem Abitur stehen, ist der Bildungsgang G 8 weniger problematisch, als es in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Hauptkritikpunkt war, dass man wegen der gedrängten Stofffülle nur schwierig ein Auslandsjahr einlegen kann. Das aber wollen die Schüler eventuell nach dem Abitur in Angriff nehmen. Panske machte deutlich, dass die Politik an dem erklärten Elternwillen nicht vorbeigehen könne und deshalb die Entscheidung für die Umstellung auf G 9 getroffen habe.

Dietmar Panske begrüßte, dass die Digitalisierung in den Schulen große Fortschritte mache. Einig waren sich die Schüler und der Abgeordnete, dass man natürlich nicht bei der technischen Seite der Digitalisierung stehen bleiben dürfe. Erforderlich seien didaktisch-methodische Konzepte und eine Grundentscheidung, was man durch die neuen Medien in welchen Fächern und an welchen Stellen der Schullaufbahn tun wolle. Dazu sah man übereinstimmend einen großen Fortbildungsbedarf der Lehrerinnen und Lehrer.

„Was ist mit dem Rücktritt von Frau Merkel als Parteivorsitzende, finden Sie das richtig?“ wurde der Abgeordnete gefragt. Ja, er finde es richtig, dass Frau Merkel nach 18 Jahren als Parteivorsitzende den Weg zu einer Veränderung frei mache. Das sei aber keine grundsätzliche Kritik an ihrer Politik. Richtig finde er auch, dass sich drei Kandidaten in einem Wettstreit um das Amt des oder der Parteivorsitzenden bewerben, das tue einer demokratischen Volkspartei gut. Er ging noch einen Schritt weiter und schlug vor: „Wir sollten die Amtszeit der Kanzlerin oder des Kanzlers wie in anderen Ländern üblich beschränken, vielleicht auf zwei Legislaturperioden. Gleichzeitig sollte man diese Legislaturperioden auf 5 Jahre verlängern.“

Und Dietmar Panske machte sich anschließend für eine Absenkung des Wahlalters stark. „Wir sollten auch überlegen, ob das Wahlalter, ähnlich wie bei den Kommunalwahlen, bei Landtags- und Bundestagswahlen nicht auf 16 Jahre herabgesetzt werden könnte. Die Erfahrungen bei den Kommunalwahlen sind gut.“

Ausgiebig nahm der Abgeordnete sich Zeit, um mit dem Schulleiter und der Geschäftsführerin des Gymnasialvereins die besonderen Bedingungen für das Canisianum als Schule in privater Trägerschaft zu besprechen. Hierbei ging es nicht nur um die Fragen der Ersatzschulfinanzierung, sondern auch darum, wo eine Schule in freier Trägerschaft tatsächlich freier handeln kann.

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