Biodiversität, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen

CDU-Landtagsabgeordneter Dietmar Panske: „Lebensmittelproduktion muss in Deutschland langfristig erhalten bleiben.“

Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – höhere gesellschaftliche Ansprüche, zunehmend schärfere rechtliche Vorgaben bei der Tierhaltung und dem Ackerbau, damit einhergehende steigende Produktionskosten bei gleichzeitig stagnierenden Lebensmittelpreisen.

Über mögliche Lösungsansätze sprach nun der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Dietmar Panske, der von Vertretern der örtlichen CDU um den Gemeindeverbandsvorsitzenden Günter Mondwurf begleitet wurde, im Rahmen einer Hofbesichtigung mit Franz-Josef und Elmar Lintel-Höping sowie dem Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Michael Uckelmann.

 „Wir halten zurzeit Schweine und Bullen nach erhöhten Tierwohlstandards, unter anderem in Strohställen. Auf unseren umliegenden Feldern bauen wir unter anderem Mais, Weizen, Ackerbohnen und Gras an, um unsere Tiere mit bestem Futter versorgen zu können“, stellte Elmar Lintel-Höping beim Rundgang über den Hof kurz den Betrieb vor, den seine Familie bereits in 4. Genration als Pächter bewirtschaftet. „Durch die vielfältige Fruchtfolge sorgen wir in Kombination mit der Minimalbodenbearbeitung, die ein Steckenpferd meines Vaters ist, für eine gute CO2-Bilanz. Gleichzeitig fördern wir so auch den Anbau von einheimischen Proteinträgern und eine hohe Biodiversität auf unseren Äckern und Wiesen.“

Gerade die schonende Bearbeitung des Bodens könne in Verbindung mit der Mulch und Direktsaat den Maschinen- und Energieeinsatz in der Landwirtschaft reduzieren, ergänzte Franz-Josef Lintel-Höping, der sich nun seit mehr als  25 Jahren zu dem Thema auch innerhalb der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB) engagiert. „Mit dieser Methode, bei der der Boden so wenig wie nötig bearbeitet wird, schützen wir nicht nur das Ökosystem ´Boden´ sondern reduzieren neben den Produktionskosten auch noch den CO2-Ausstoß, der ansonsten beispielsweise durch tiefe Bodenlockerung anfallen würde. Dabei sehe ich das System der bodenschonenden Bearbeitung durch die zunehmende Wegnahme von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln immer weiter gefährdet. Insgesamt kommt für mich in der gesamten öffentlichen Diskussion rund um Ackerbau und Tierhaltung überhaupt der Punkt zu kurz, dass die Landwirtschaft der einzige Wirtschaftszweig ist, der durch den Anbau von Pflanzen CO2 binden kann.“

Auch Panske sprach sich für einen offenen gesellschaftlichen Austausch zur Zukunft der Landwirtschaft aus. Dieser müsse aber auf Augenhöhe und ohne Vorverurteilungen erfolgen. „Für zu viele Themen müssen die Landwirte derzeit als Sündenböcke herhalten. Dabei wird zu oft vergessen, dass es gerade die Landwirte sind, die unsere ländlichen Räume prägen. Für mich ist es in der aktuellen Situation, wo sich viele unserer landwirtschaftlichen Betriebe an einem Scheideweg befinden, wichtig, dass wir miteinander reden und nicht übereinander.“

Bei allen berechtigten und unberechtigten Kritikpunkten und Veränderungswünschen an die Landwirtschaft dürfe aber der Punkt der Wirtschaftlichkeit nicht vernachlässigt werden, ergänzte Michael Uckelmann: „Landwirte brauchen, wie andere Unternehmer auch, Rahmenbedingungen, die ihnen ein vernünftiges Wirtschaften ermöglichen. Nachhaltigkeit geht nur mit Planungssicherheit – und das nicht nur für 10 Jahre.“

Diesen Punkt unterstütze auch der heimische Landtagsabgeordnete: „Übergeordnetes Ziel dieser Landesregierung ist eine nachhaltige Landwirtschaft, die gleichermaßen ökologisch, ökonomisch und sozial tragfähig ist. Deshalb müssen wir unseren Landwirten eine Zukunftsperspektive geben und dafür sorgen, dass gesetzliche Regelungen  immer so gestaltet werden, dass sich die notwendigen Investitionen der Landwirte zunächst refinanzieren können, bevor neue Vorgaben wieder neue Investitionen nötig machen. Für den Klimaschutz und für das Tierwohl ist schließlich nichts gewonnen, wenn unsere heimische Produktion, die weltweit die höchsten Standards erfüllt, wegbricht und wir noch mehr unserer Lebensmittel aus dem Ausland importieren müssen, was wiederum einen erhöhten CO2-Ausstoß zur Folge hätte.“

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